Management System International

«Vom mono-kausalen Ursache-Wirkungsdenken zum Denken in Kreisläufen und Wechselwirkungen!»

Wolfgang Gliebe
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Wolfgang Gliebe
Managing Director Executive Consultant Management Systems International, Vaduz, Fürstentum Liechtenstein

Warum hat sich das Unternehmen für die Anwendung von BEx entschieden?

Nach jahrelanger Beschäftigung mit dem Qualitätsmanagement nach ISO hat sich die Frage gestellt, wie kann weiterer Nutzen für Organisationen generiert werden. Dabei bin ich bereits 1998 auf den EFQM-Ansatz gestossen. Der Ansatz ist holistisch, ohne dass er ein Korsett vorgibt.

Meilensteine der BEx Entwicklung?

Einerseits die erste Assessoren-Ausbildung und das Kennenlernen weiterer Mitstreiter. Andererseits die Mitwirkung an Nationalen Quality Awards.
Zudem die Anwendung diverser Werkzeuge wie z.B. Balanced Scorecard, ohne jedoch den gesamten EFQM-Ansatz allzu breit zu kommunizieren – ganz im Sinne von «keep it simple». Mit der Zeit wurde das Bewusstsein der Führungskräfte weiter geschärft, dass sich alles zu einem Bild zusammenfügen lässt.
Über meine Assessorentrainer-Tätigkeit sind viele Diskussionen entstanden, die weitere Facetten und Details stärker betont haben und für mich ein immer klareres Bild generieren.

Wo sehen Sie den grössten Nutzen für das Unternehmen?

Hauptsächlich, dass sich der Reifegrad der Organisation verbessert. Durch eine regelmässige, strukturierte Erarbeitung von Stärken und Potenzialen und die Fokussierung sowie den Abgleich unter den Führungskräften entsteht ein gemeinsames Verständnis. Dies bildet eine breite Basis für Weiterentwicklungsmöglichkeiten.

Wie beurteilen Sie Aufwand/Nutzen?

In den ersten Phasen einer Implementierung ist der Aufwand nicht zu leugnen und zu vernachlässigen. Ich würde dies allerdings als Investition sehen, da durch den ganzheitlichen Ansatz der Grundstein für unternehmerischen Erfolg gelegt werden kann.

Stolpersteine bei der BEx Entwicklung?

Da es sich um einen Ansatz handelt, der Organisationen umfassend betrachtet, müssen vier wichtige Punkte sichergestellt sein:

  • Volles Engagement der Führung durch aktives Vorleben – Delegation führt zu Degeneration.
  • Klarheit, dass es eine mittel- bis langfristige Initiative ist, die als Grundprinzip des Managens gesehen wird. Kurzfristige Erfolgsorientierung wird enttäuscht werden.
  • Keine allzu positiven Geschäftsergebnisse, da ansonsten der Leidensdruck weitgehend fehlt.
  • Verständnis, dass es kein Managementwerkzeug ist, sondern eine Managementphilosophie. Wer Werkeuge sucht, wird keine finden.

Erfolgsfaktoren für die BEx Entwicklung?

Hier sehe ich drei zentrale Erfolgsfaktoren:

  • Kommunikation
  • Kommunikation
  • Kommunikation