Bad Schinznach AG

«Mit Business Excellence kann unsere Unternehmung eigene Wege beibehalten und mit den Leitplanken nach EFQM neue Abzweigungen und Verbindungen aufdecken.»

Daniel Bieri
Bad Schinznach (Logo)

Daniel Bieri
Vorsitzender der Geschäftsleitung Bad Schinznach AG

Warum hat sich Ihr Unternehmen für die Anwendung von BEx entschieden?

Ende 2009 haben wir uns entschieden, ein einheitliches Qualitäts-managementsystem in unseren drei Geschäftsbereichen Privat-Klinik, Kurhotel und Thermalbäder einzuführen. Dabei waren Kriterien, wie Integration von Teilaspekten (Bsp. EKAS, ANQ, 1-3Q, SIA Richtlinien), messbare Qualitätsstandards und die Möglichkeit einer zukünftigen Zertifikation zu berücksichtigen. Als gewinnorientiertes Unternehmen, das bestrebt ist seine Wettbewerbsstärke kontinuierlich zu steigern, wurde das EFQM Excellence Modell als Grundstruktur ausgewählt.

Meilensteine der BEx Entwicklung?

Der grösste Meilenstein in der BEx Entwicklung steht unserer Meinung nach am Anfang des Weges. Die Verpflichtung der Geschäftsleitung und des Kaders und vor allem der Einbezug des Informationsflusses und die Unterstützung der Mitarbeitenden sind von enormer Bedeutung. Denn nur mit ihnen lässt sich die Kultur, die sich auf dem Weg zu Business Excellence entwickelt, leben. Weitere Meilensteine haben wir mit der Umsetzung der ersten Verbesserungsprojekte gelegt, wie die Einführung oder Optimierung verschiedener Zufriedenheitsmessungen, die Einführung eines Mitarbeitergesprächs und das Erreichen «Commited to Excellence» (der ersten Zertifizierungsstufe) im Januar 2011. Im nächsten Schritt steht die Weiterentwicklung unseres Prozessmanagements im Vordergrund, womit wir EFQM in allen Geschäftsbereichen der Bad Schinznach AG implementieren und die nächsten Meilensteine in Richtung BEx legen.

Wo sehen Sie den grössten Nutzen für Ihr Unternehmen?

Das Modell ist Grundlage für unser Unternehmen in drei komplett unterschiedlichen Geschäftsbereichen mit komplett unterschiedlichen Mitarbeitenden (auch von den Ausbildungsstufen her) ein gemeinsame Sprache zu sprechen und somit einen gemeinsamen Weg in die Zukunft zu gehen.

Wie beurteilen Sie Aufwand/Nutzen?

Sicherlich bringt ein neues System, welches ein Umdenken in der Organisation und das Freisetzen von Ressourcen verlangt Aufwand mit sich. Andererseits lässt sich das gewählte Modell in die bisherigen Prozesse integrieren und erhöht dabei noch den Nutzen.

Stolpersteine bei der BEx Entwicklung?

  • Schlechter Start = Angst vor Überforderung = keine Motivation
  • Fehlende Unterstützung der Führung
  • Einbezug der Mitarbeitenden findet nicht statt

Erfolgsfaktoren für die BEx Entwicklung?

  • Führung lebt das Modell und übernimmt somit Vorbildsfunktion
  • Reale Einschätzung der Ressourcen
  • Einbezug vieler Mitarbeitenden in Verbesserungsprojekte
  • aktive Diskussionen in allen Bereichen über Qualität, Kosten und Ergebnisse
  • Kommunikation über Erfolge und Entwicklungen an alle Mitarbeitenden